Sicherheitstag mit dem Schwerpunktthema Unwetter

Am Samstag, dem 17. Mai 2025, veranstaltete die Freiwillige Feuerwehr Forchtenau zum zweiten Mal den Sicherheitstag, der dieses Mal im Zeichen des Schwerpunktthemas Unwetter stand. Neben zahlreichen Einsatzgeräten und -fahrzeugen erwartete die Besucherinnen und Besucher ein vielseitiges Programm mit spannenden Fachvorträgen zu Selbstschutz, Katastrophenabwehr und Naturgefahren.

Unter optimalen Wetterbedingungen bot die Veranstaltung eine gelungene Kombination aus Information, Technikschau und Unterhaltung. Im Mittelpunkt standen verschiedenste Einsatzfahrzeuge, die ein breites Spektrum an Möglichkeiten und Ausrüstung präsentierten. So war das RLF der FF Forchtenau selbst Teil der Ausstellung, während die FF Neustift an der Rosalia mit ihrem Unimog anreiste und zusätzlich ein liebevoll vorbereitetes Spiel für Kinder mitbrachte. Die FF Mattersburg zeigte eindrucksvoll ihre Teleskopmastbühne (TMB) sowie das Schwerrüstfahrzeug (SRF), wo insbesondere das beliebte Kistenklettern bei den jüngeren Gästen großen Anklang fand. Die FF Bad Sauerbrunn stellte ihr Versorgungsfahrzeug (VF) gemeinsam mit der Sandsackfüllanlage vor – ein wichtiger Bestandteil bei Hochwasserereignissen. Auch das Wechselladefahrzeug (WLF-K) der Feuerwehr Kobersdorf war vor Ort und demonstrierte anschaulich die Funktion des Logistikmoduls, das bei großflächigen Schadenslagen zum Einsatz kommt. Ergänzt wurde diese Technikschau durch eine eindrucksvolle Fotogalerie, die die Unwetter- und Katastrophenhilfeeinsätze des vergangenen Jahres dokumentierte und einen tiefen Einblick in die Herausforderungen des Feuerwehralltags bot.

Darüber hinaus wurden im Katastrophenlager verschiedene Pumpen und nützliche Gerätschaften präsentiert, die sich Privatpersonen im Rahmen der Eigenvorsorge anschaffen können. Zusätzlich bestand die Möglichkeit zur Überprüfung eigener Feuerlöscher, während die Fachfirma Bayer unterschiedliche Modelle moderner Feuerlöscher vorstellte und zum Erwerb anbot.

Neben den Feuerwehren präsentierten sich auch weitere Blaulichtorganisationen. Die Polizei und das Rote Kreuz stellten ihre Einsatzgebiete und Ausrüstung vor und standen interessierten Gästen für Fragen zur Verfügung. Besonders spannend war auch die Vorführung der Hundestaffel, bei der die Einsatzhunde ihr Können eindrucksvoll unter Beweis stellten. Für die kleinen Besucher gab es eine abwechslungsreiche Feuerwehrrallye, bei der an verschiedenen Stationen Fragen beantwortet werden mussten. Wer das richtige Lösungswort herausfand, durfte sich über eine Medaille freuen – ein Highlight für alle jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Ein weiteres zentrales Element des Tages waren die Fachvorträge. Dr. Markus Puschenreiter referierte im Rahmen der KLAR! Initiative Rosalia-Kogelberg über den Klimawandel und die daraus resultierenden Naturgefahren in der Region. Anschließend stellte der Hauptreferatsleiter Ing. Claus Paar, MSc des Hauptreferats Katastrophenschutz und Krisenmanagement des Landes Burgenland Maßnahmen zur Hochwasserprävention und das Warnsystem AT-Alert vor. Den Abschluss des Vortragsprogramms bildete Christian Amberger, der praxisnahe Einblicke in den Schutz vor Naturgefahren gab und damit die Wichtigkeit individueller und gemeinschaftlicher Vorsorgemaßnahmen unterstrich.

Nach einem Tag voller Eindrücke, Informationen und spannender Begegnungen lud die Freiwillige Feuerwehr Forchtenau am Abend zum Dämmerschoppen. Für musikalische Stimmung sorgte die junge, schwungvolle Band „Goaßbachbuam“ aus Forchtenstein, die für einen stimmungsvollen Übergang zur abschließenden TATÜTATA-Party sorgte, bei der ausgelassen gefeiert wurde.

Die Freiwillige Feuerwehr Forchtenau bedankt sich herzlich bei allen teilnehmenden Feuerwehren, Blaulichtorganisationen, Vortragenden sowie den zahlreichen Gästen, die mit ihrer Anwesenheit, ihrem Interesse und ihrer Unterstützung zum Erfolg dieses besonderen Tages beigetragen haben.

Tag der Feuerwehr 2025

Am Sonntag, den 4. Mai 2025, feierten wir den Tag der Feuerwehr, der in diesem Jahr auf einen ganz besonderen Tag fiel: den Namenstag des Heiligen Florian, unseres Schutzpatrons. In feierlicher Atmosphäre zogen wir gemeinsam mit dem Musikverein Forchtenstein zur Pfarrkirche, wo wir mit unserem Herrn Pfarrer Aby Puthumana die Heilige Messe zelebrierten.

Im Anschluss an die Messe begrüßte Feuerwehrkommandant HBI Rene Schreiner unsere Ehrengäste: Bürgermeister DI Dr. Rüdiger Knaak, Vizebürgermeister Oliver Biringer sowie unseren Abschnittsfeuerwehrkommandanten ABI Ing. Sebastian Taschner. In seiner Ansprache dankte der Kommandant seiner Mannschaft für den unermüdlichen Einsatz während des gesamten Jahres.

Es folgten zahlreiche Auszeichnungen, die durch Abschnittsfeuerwehrkommandant ABI Ing. Sebastian Taschner überreicht wurden. Besonders hervorzuheben ist dabei die Überreichung der Katastropheneinsatzmedaille des Niederösterreichischen Landesfeuerwehrverbandes an die Mitglieder, die beim Hochwassereinsatz 2024 in Tulln mitgeholfen haben. An dieser Stelle möchten wir allen Geehrten nochmals unseren herzlichen Dank und unsere Anerkennung aussprechen.

Den Abschluss des offiziellen Teils bildeten die Ansprachen der Ehrengäste, in denen das freiwillige Engagement und die Einsatzbereitschaft unserer Feuerwehrmitglieder besonders gewürdigt wurden. Ein besonderer Dank gilt allen Kameradinnen und Kameraden, die Tag und Nacht bereitstehen und sich bei laufenden Schulungen und Übungen stets weiterbilden.

Nach den Feierlichkeiten in der Kirche marschierten wir in Begleitung des Musikvereins zu unserem Schutzpatron, um ihm Ehre zu erweisen und kehrten anschließend ins Feuerwehrhaus zurück. Für die stimmungsvolle musikalische Umrahmung möchten wir dem Musikverein Forchtenstein herzlich danken.

Abschließend kann festgehalten werden, dass dieser besondere Tag das Ehrenamt und das herausragende Engagement aller Feuerwehrmitglieder würdigt. Er verdeutlicht, wie viel Zeit und Einsatz jeder Einzelne leistet, um der Bevölkerung Schutz und Sicherheit zu bieten. In diesem Sinne ehren wir unseren Schutzpatron, den Heiligen Florian, und stellen unser Wirken weiterhin unter seinen Schutz.

Kamerad besteht Feuerwehr-Matura mit Bravour

Am Samstag, den 26. April 2025, stellte sich unser Kamerad BM Daniel Frenner der Herausforderung beim Landesfeuerwehrleistungsbewerb und trat gemeinsam mit 42 weiteren burgenländischen Feuerwehrmitgliedern zum Bewerb um das Feuerwehrleistungsabzeichen in Gold an – dem höchsten Abzeichen, das ein Feuerwehrmitglied erreichen kann. Aufgrund der hohen Anforderungen wird es auch als „Feuerwehr-Matura“ bezeichnet.

Nach einer intensiven Vorbereitungszeit mit viel Lernaufwand und praktischer Ausbildung meisterte Daniel die umfangreichen Disziplinen des Bewerbs: Ausbildung in der Feuerwehr, das Modul „Berechnen-Ermitteln-Entscheiden“, das Erstellen eines Brandschutz- oder Löschwasserplans, das Formulieren und Geben von Befehlen, Fachfragen aus dem Feuerwehrwesen, Führungsverfahren, das Auftreten vor einer Gruppe sowie eine schriftliche Hausaufgabe.

Mit dem erfolgreichen Bestehen aller Teilbereiche darf sich Daniel nun verdient über das Feuerwehrleistungsabzeichen in Gold freuen – eine großartige Leistung und ein wichtiger Meilenstein in seiner Feuerwehrlaufbahn.

Die FF Forchtenau gratuliert herzlich und ist stolz auf diese beeindruckende Leistung!

Einsatzübung – Verkehrsunfall mit Menschenrettung

Am Freitag, den 11. April 2025, fand die erste Einsatzübung des Jahres statt. Ziel war es, die Inhalte der bisherigen Modulübungen in einem realitätsnahen Einsatzszenario praxisnah zu wiederholen. Als Übungsszenario wurde ein Verkehrsunfall mit Menschenrettung angenommen, bei dem zwei Personen betroffen waren: Eine Person war im Fahrzeug eingeklemmt, während ein Kind durch den Aufprall aus dem Fahrzeug geschleudert wurde.

Nach dem Eintreffen am Einsatzort verschaffte sich der Einsatzleiter gemeinsam mit seinem Melder einen Überblick über die Lage. Der Melder setzte unverzüglich die im Modul erlernten Erste-Hilfe-Maßnahmen um, während der Einsatzleiter sich auf die Suche nach der vermissten Person begab.

Kurz darauf traf das Rüstlöschfahrzeug (RLF) ein. Die Mannschaft übernahm umgehend den Aufbau des Brandschutzes, sicherte das verunfallte Fahrzeug und begann mit der Rettung der eingeklemmten Person. Zeitgleich traf das Löschfahrzeug (LFB) ein, stellte die Wasserversorgung mittels Zubringleitung sicher und unterstützte die Kameraden des RLF bei deren Aufgaben.

Nach etwa einer Stunde konnte das Übungsende ausgerufen werden. Im Anschluss fand im Feuerwehrhaus eine Nachbesprechung statt, bei der das Vorgehen reflektiert und wertvolles Feedback gegeben wurde.

Ein besonderer Dank gilt dem Zugskommandanten Hansi Schwarz, dem ehemaligen Zugskommandanten Hansi Eigner sowie Gruppenkommandant Elias Thrackl für die professionelle Ausarbeitung dieser fordernden Übung. Sie hat eindrucksvoll gezeigt, wie essenziell regelmäßige Übungen sind, um im Ernstfall sicher und effizient handeln zu können.

Feuerwehrjugend setzt ein Zeichen für den Umweltschutz und Klimaschutz

Am gestrigen Samstag, den 12.04.2025 nahm die Feuerwehrjugend Forchtenau gemeinsam mit der Feuerwehrjugend Neustift an der Rosalia an zwei Projekten zum Schutz der Artenvielfalt sowie Klimaschutz teil.

Im Rahmen der österreichweiten Initiative BeeWild – Feuerwehrjugendwoche 2025 engagierten sich die Jugendlichen für den Schutz der Artenvielfalt und legten dazu eine rund 60 m² große Bienenweide an.

Vom 14. bis 20. April 2025 findet die BeeWild-Projektwoche statt, bei der alle teilnehmenden Jugendlichen ein Säckchen mit Blumensamen erhalten, um selbst eine kleine, etwa 2 m² große Bienenweide anzulegen. Darüber hinaus stehen fünf weitere Naturschutzprojekte zur Auswahl, die eigenständig in den jeweiligen Gemeinden umgesetzt werden können. Dazu zählen unter anderem der Bau von Insektenhotels, Müllsammelaktionen und die Pflege von Blühflächen. Ziel der Initiative ist es, das Bewusstsein für den Zusammenhang zwischen Artenvielfalt und einem stabilen Ökosystem zu stärken.

Ausgerüstet mit Blumensamen, Spaten und großer Motivation bereiteten unsere Jugendlichen gemeinsam mit den Jugendlichen der FF Neustift an der Rosalia den Boden vor und säten eine bunte Mischung heimischer Wildblumen aus. Diese Blühfläche bietet künftig wichtigen Lebensraum für Bienen, Schmetterlinge und zahlreiche andere Insekten. Diese Bienenweide soll ein Zeichen dafür sein, wie einfach und wirkungsvoll Naturschutz sein kann und dass auch die Feuerwehrjugend Verantwortung für unsere Umwelt übernehmen kann. Zusätzlich wurden Insektenhotels bei unseren damals gesetzten Bäumen angebracht.

Mit der Initiative BeeWild 2025 möchte die Feuerwehrjugend nicht nur zur aktiven Teilnahme am Umweltschutz motivieren, sondern auch verdeutlichen, dass der Erhalt der Artenvielfalt ein zentraler Bestandteil eines funktionierenden, widerstandsfähigen Ökosystems ist – und somit letztlich auch dem Schutz der Menschen dient.

Das zweite Projekt KLAR! Klimahecke ist ebenfalls eine österreichweite Aktion, bei der das Hecken pflanzen einen wertvollen Beitrag für Umwelt, Bildung und Zukunft unserer Region darstellen. Die Pflanzaktion ist eine Zusammenarbeit mehrerer KLAR!-Regionen und der GeoSphere Austria (ZAMG – Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik).

Voller Motivation und Ehrgeiz pflanzten die Jugendlichen 60 Sträucher, wobei sich diese auf zehn verschiedene Heckenarten unterscheiden.

Im Zuge dieser Aktion möchten wir uns bei KLAR!-Manager Dr. Markus Puschenreiter von KLAR Rosalia-Kogelberg für die Möglichkeit, an diesem zukunftsweisenden Projekt teilzunehmen – bedanken sowie auch bei Inge Strodl, die den Jugendlichen bei der Pflanzaktion die Bedeutung der Klimahecke näherbrachte.

Laut Dr. Markus Puschenreiter können jene Hecken als lebendiges Klimamessgerät genutzt werden, wenn diese angewachsen sind und zu blühen beginnen. Weiters dienen langfristige Beobachtungen dieser Pflanzen wertvolle Einblicke in den lokalen Klimawandel. Außerdem können Veränderungen bei Temperatur, Niederschlag und Sonnenscheindauer sichtbar gemacht werden.

Abschließend wollen wir ein herzliches Dankeschön an unsere Jugendlichen beider Feuerwehren aussprechen sowie allen Betreuer:innen und helfenden Händen bei der Umsetzung dieser beiden Projekte. Jener Einsatz zeigt mehr als nur den Schutz vor Feuer – unsere Jugendlichen leisten dadurch einen wertvollen Beitrag zum Schutz unserer Artenvielfalt sowie Umwelt.